Kirschenfliegen

Die Kirschenfliege (Rhagoletis cerasi) ist der bedeutsamste Schädling im Süsskirschenanbau. Die Fliegen werden 3–5 mm lang, haben einen schwarzen Körper mit einem gelben Rückenschildchen und grünen Augen. Die Flügel sind durchsichtig und mit vier schwarzblauen Querbinden sehr charakteristisch gefärbt.

Die Fliegen schlüpfen je nach Witterung und Lage der Kirschbäume ca. Mitte Mai aus dem Boden und fliegen bis Ende Juli. Die weibliche Fliege kann während ein- bis zweimonatiger Flugzeit 200 – 400 Eier mit Hilfe ihres Legestachels unter die Fruchthaut der halbreifen gelben Kirsche legen und dadurch mehr als ein Kilogramm Kirschen befallen (1 Ei pro Kirsche). Nach etwa einer Woche schlüpfen daraus die Larven, welche sich bis zum Kirschkern durchfressen und sich vom Fruchtfleisch ernähren. In befallenen Kirschen macht sich Fäulnis breit, die Früchte werden ungeniessbar. Nach ca. 3 Wochen (ca. Erntezeit der Kirschen) bohren sie in Stielnähe ein gut erkennbares Ausgangsloch, um sich schliesslich zu Boden fallen zu lassen und zu verpuppen. Die Puppen überwintern in einer Bodentiefe von wenigen Zentimetern. Ein kleiner Teil kann zwei bis drei Jahre im Boden verbleiben, um ungünstige Jahre zu überbrücken.

Häufig bleiben die Fliegen im gleichen Baum, unter dem sie geschlüpft sind, sie können jedoch auch bei schlechtem Fruchtbehang 500–1000 m weit fliegen. 

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Kirschenfliege

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Larvenbefall an Kirschen (C. Daniel, FiBL)

Da die Eiablage zur Zeit des Gelbfärbens der Früchte erfolgt, können die Fliegen zu dieser Zeit mit der UFA-Samen Kirschenfliegenfalle abgefangen werden.

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