Güllefliegen gegen Stallfliegen

Güllefliegen (Ophyra aenescens) ähneln im Aussehen den Stallfliegen, gegen die sie eingesetzt werden. Güllefliegen sind jedoch lichtscheu, ortstreu und bleiben ihr Leben lang unterhalb des Spaltenbodens bzw. im Güllekanal, weshalb sie selbst nicht zur Plage für die Tiere werden.

Wirkmechanismus

Die Larven der Stallfliegen entwickeln sich im Güllekanal und unter Spaltenböden, also im selben Milieu wie die Larven der Güllefliege. Hier setzt die Bekämpfung mit Güllefliegen an: Da sich das 3. Larvenstadium der Güllefliege von der Larve der Stallfliege ernährt, wird der Entwicklungszyklus der lästigen Fliege an dieser Stelle unterbrochen. Aus den Larven können sich keine Puppen und aus den Puppen keine adulten Fliegen mehr entwickeln.

Güllefliegen halten so in Flüssigmistbereichen die Fliegenplage auf einem für die Tiere erträglichen Minimum. Die wichtigste Vorraussetzung ist, dass früh genug mit der Behandlung begonnen wird: sobald die ersten Stallfliegen entdeckt werden ist es Zeit für den Einsatz der Nützlinge. Insgesamt erfolgen 12 Wiederholungen im Abstand von je 2 Wochen, um den Nützlingen in der warmen Jahreszeit kontinuierlich einen Vorteil gegenüber den Stallfliegen zu verschaffen.  

Ophyra-Larve-fressend2.jpg

Die Larve der Güllefliege ernährt sich von der Stallfliegenlarve.