Stallfliegenbekämpfung

Werden Güllefliegen und Schlupfwespen selbst zur Plage, wenn ich sie gegen Stallfliegen einsetze?

Nein. Güllefliegen sind von Natur aus sehr lichtscheu und halten sich ausschliesslich im Bereich des Güllekanals / unterhalb des Spaltenbodens auf. Schlupfwespen bewegen sich nur in den Randbereichen der Tiefstreu, da zum Einen dort die Puppen der Stallfliegen vorhanden sind und sie zum anderen ansonsten von den Tieren zerdrückt werden würden. 

 

Warum werden 12 Lieferungen im Abstand von 2 Wochen empfohlen?

Die Stallfliegen entwickeln sich etwas schneller als die Nützlinge, sodass ihre Anzahl bei warmen Temperaturen im Gegensatz zu der Anzahl Nützlinge rasant ansteigt. Durch den regelmässigen Einsatz der Nützlinge im Sommer-Halbjahr halten Sie die Stallfliegenpopulation auf einem für Ihre Tiere angenehmen Minimum.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit der Anwendung zu beginnen?

Sobald die ersten Stallfliegen gesichtet werden, wird mit der Anwendung der Nützlinge begonnen. Dies ist stark temperaturabhängig, sodass Sie ab Anfang März auf Stallfliegen achten sollten. 

 

In meinem Stall sind bereits sehr viele Fliegen vorhanden, kann ich jetzt noch mit den Nützlingen beginnen?

Ist die Stallfliegenpopulation bereits sehr gross, ist es nicht mehr möglich sie mit Nützlingen auf ein erträgliches Minimum zu reduzieren. Hier hilft es, wenn Sie einmalig ein chemisches Präparat verwenden, nach 8  bis 10 Tagen Wartezeit können Sie dann Nützlinge im 2-wöchigen Rhythmus einsetzen um einem erneuten starken Auftreten der Stallfliegen entgegenzuwirken.

 

Helfen Güllefliegen und Schlupfwespen auch gegen Stechfliegen / Wadenstecher?

In der Regel entwickeln sich Stechfliegen / Wadenstecher nicht innerhalb vom Stall, sondern fliegen von aussen hinein. Da mit den Nützlingen am Entwicklungszyklus der Fliege angesetzt wird, können Fliegen die sich ausserhalb vom Stall entwickeln nicht auf diese Art bekämpft werden. 

 

Kann ich meinen Miststock mit Schlupfwespen behandeln?

Schlupfwespen wären auf dem Miststock sich häufig ändernden Bedingungen ausgesetzt und könnten auch abwandern, sodass hier nicht von einer ausreichenden Wirkung ausgegangen werden kann. Dennoch gibt es Landwirte, die mit einer Überdosierung von Schlupfwespen erfolgreich ihren Miststock behandeln. Die Behandlung des Miststocks sollte also gut überlegt und das Risiko einer unzureichenden Wirkung bedacht werden.